Wie die Vorauszahlung entsteht
Das Finanzamt nimmt die Steuer aus deinem letzten Bescheid und erhöht sie für die Folgejahre um einen Zuschlag. Das Ergebnis teilt es auf vier Termine auf. Bis 300 Euro im Jahr wird keine Vorauszahlung festgesetzt.
Wenn der Gewinn sinkt
Bis 30. September kannst du beantragen, die Vorauszahlung für das laufende Jahr herabzusetzen. Du brauchst dafür eine nachvollziehbare Prognose – etwa eine Zwischenauswertung.
Wenn der Gewinn steigt
Dann zahlst du mit dem Bescheid nach. Liegt die Nachzahlung hoch, fallen ab 1. Oktober des Folgejahres Anspruchszinsen an. Eine Anzahlung aufs Finanzamtskonto, als Anzahlung für die Einkommensteuer des Jahres gewidmet, vermeidet das.
Häufige Fragen
Werden Vorauszahlungen verrechnet?
Ja, mit der tatsächlichen Steuer laut Bescheid. Zu viel Bezahltes bekommst du gutgeschrieben.
Gibt es Vorauszahlungen im ersten Jahr?
Oft nicht, weil es noch keinen Bescheid gibt. Das Finanzamt kann sie aber schon festsetzen, etwa nach deiner Gewinnschätzung im Fragebogen bei der Anmeldung. Genau deshalb ist die Rücklage im ersten Jahr so wichtig.
Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen und ersetzt keine Steuerberatung. Beträge und Grenzen ändern sich jährlich – Stand Oktober 2026, ohne Gewähr.