Die Rechnung in zwei Stufen
In der GmbH zahlt das Unternehmen 23 Prozent auf den Gewinn. Schüttest du den Rest aus, fallen 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer an. Zusammen sind das rund 44 Prozent – weniger als der Spitzensatz, aber mehr als viele Einzelunternehmer im Schnitt zahlen.
Wo die GmbH wirklich gewinnt
Der Vorteil entsteht vor allem, wenn Gewinne in der Firma bleiben: für Investitionen, Rücklagen oder Beteiligungen. Und bei der Haftung – das Privatvermögen ist geschützt, zumindest solange niemand persönliche Bürgschaften verlangt.
Was die GmbH kostet
Doppelte Buchhaltung mit Bilanz, Offenlegung im Firmenbuch, Mindest-Körperschaftsteuer, eine Geschäftsführung mit eigener Sozialversicherung. Das kostet schnell einige tausend Euro im Jahr. Bist du als Gesellschafter-Geschäftsführer bei der SVS versichert, zählen auch Ausschüttungen zur Beitragsgrundlage.
Faustregel
Als grobe Orientierung: Unter rund 60.000 Euro Gewinn lohnt sich die GmbH steuerlich fast nie. Zwischen 60.000 und 150.000 Euro hängt es davon ab, wie viel du entnimmst, darüber oft. Lass es dir vorher unbedingt von deiner Kanzlei durchrechnen.
Häufige Fragen
Kann ich später zurück zum Einzelunternehmen?
Ja, über eine Umwandlung – aber das ist aufwendiger als der Weg hin.
Wie zahle ich mir in der GmbH etwas aus?
Über ein Geschäftsführergehalt, das Betriebsausgabe ist, und über Ausschüttungen aus dem versteuerten Gewinn.
Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen und ersetzt keine Steuerberatung. Beträge und Grenzen ändern sich jährlich – Stand Oktober 2026, ohne Gewähr.